Mittwoch, 07 März 2018 / Veröffentlicht in Dachfenster

Weshalb die Zarge bei Oberlichtern keine Nebenrolle spielt und sich der Einsatz von Stufenglas und die Elementbauweise bezahlt macht.

Ob bei einem Flach-, Steil-, Pult- oder Tonnendach: Mit Oberlichtern lassen sich Räume gleichmässig mit Tageslicht fluten. Was mir bei Beratungsgesprächen immer wieder auffällt: Weniger das Glaselement, sondern das Drumherum gibt zu reden. Denn bei modernem Isolierglas – wir verbauen zu 95 Prozent Dreifachverglasungen – erübrigen sich Diskussionen zu den u-Werten meist. Wesentlich bleibt der Umgang mit den vielen Schnittstellen rund um das Glas. Stichworte: Dämmzarge und Isolationsrahmen. Bei unseren oecoline-Elementen kommt eine auf den jeweiligen Bedarf abgestimmte Sandwich-Holzkonstruktion zum Einsatz. Matchentscheidend ist aus meiner Sicht, dass das komplette Dachfenster-Element unter kontrollierten Bedingungen vorproduziert wird. Und zwar fixfertig lackiert und bereits mit allfälligen Kabelführungen versehen, etwa für Lüftungen, NRWA oder auch verdeckte Leuchtbänder (LED), die wir ebenfalls einbauen. Unser Credo: Je mehr wir in unserem Werk in Lungern vorbereiten können, desto besser ist die Qualität und somit auch die Qualität der Bauseitigen Schnittstellen.

Intensive Vorabklärungen, schnelle Bauzeit

Die HP Gasser AG hat sich mehrheitlich auf Oberlichter spezialisiert, die von baulichen Standards abweichen. Die Vorabklärungen sind oftmals aufwändig und detailreich. Bei Sanierungs-Projekten sind teils gar Sondierungen nötig, um bei der Montage keine bösen Überraschungen zu erleben. Allesamt Bemühungen, die durch die schnelle Elementbauweise bei der Montage wettgemacht werden. Ein Fallbeispiel: Im Rahmen der Umnutzung des Trilaparks (ehem. Trilacolor) zum «Gewerbepark Zofingen» drängte sich im vergangenen Sommer eine thermische Sanierung des charakteristisch gezackten Sheddaches (Sägezahndach)  auf. Die alten Drahtglasfenster machten einer oecoline vario-Verglasung Platz. Bei der Vorsondierung zeigte sich, dass aus statischen Gründen gewisse Betonträger wegen Spannkabel nicht angebohrt werden durften. Um diese neuralgischen Punkte zu umgehen, wurden die teils bis neun Meter langen Fensterelemente im Werk selbststützend konstruiert. Auf der Baustelle selbst ging es dann wiederum flott: Innert sechs Tagen waren die verglasten Dachaufbauten eingesetzt (total 700m2). Unsere Monteure schafften also über 100m2 am Tag!

Weshalb Stufenglas?

Das war auch einer der Gründe, den Bauherrschaft und Architekt überzeugten. Gefragt war die arbeitsorganisatorische Rücksichtnahme auf den Fortschritt des Innenausbaus wie auch auf die bereits eingezogenen Mieter (Restaurant, Tanzstudio, Stoffhändler). Vereinfacht gesagt: Das Loch, das am Morgen jeweils im Dach geöffnet wurde, musste am Abend wieder verschlossen sein! Zudem waren von der Bauherrschaft Fensterelemente mit Stufenglas gewünscht – etwas, das noch nicht viele Firmen anbieten. Bei dieser absatzlosen Rahmenkonstruktion läuft das Regenwasser ungehindert ab. Das ist eine wesentliche Verbesserung zur herkömmlichen Variante, wo eine Klemmleiste Glas und Blech abdichtet und so für stehendes Wasser sorgt, welches das Fenster verschmutzt oder sogar in die Konstruktion eindringen kann.

Freitag, 02 Februar 2018 / Veröffentlicht in Membranbau

Leicht, effizient und ästhetisch: Auf knapp 3000 Meter über Meer verkleidet die HP Gasser AG aus Lungern mit ihrer ETFE-Fassadenlösung die Talstation der höchsten 3S-Bahn der Welt.

Es ist ein Projekt der Superlative: Am Kleinen Matterhorn auf der höchsten Baustelle Europas wird derzeit fieberhaft an der Fertigstellung der höchsten Dreiseilumlaufbahn (3S) der Welt gearbeitet. Ab Ende September befördert diese auf der Strecke Trockener Steg – Matterhorn „glacier paradise“ bis zu 2000 Gäste pro Stunde auf 3883 Meter über Meer. Neun Minuten dauert die Fahrt zur höchstgelegenen Bergbahnstation Europas. 52 Millionen Franken investiert die Zermatt Bergbahnen AG in diese markant verbesserte Skigebietsverbindung zwischen der Schweiz und Italien.

Kein Wunder, dass bei einem solchen Projekt eine Vielzahl von Spezialisten am Werk ist. „Ein sicherer Wert“, wie es der zuständige Architekt Hans Zurniwen ausdrückt, war die HP Gasser AG aus Lungern. Unter herausfordernden Bedingungen montierten die Obwaldner Membranbauer auf 2923 Meter über Meer innert kürzester Zeit die Nord- und Ost-Fassaden der Talstation Trockener Steg. Gemäss Zurniwen „kein Ort für Experimente. Hier muss die Zusammenarbeit noch besser als im Tal funktionieren.“

Effizient und leicht

Der Holzbau des Zermatter Architekturbüros arnold/perren/zurniwen ist in dieser Exposition und Grösse wohl einzigartig. „Ganz und gar nicht der typische Stahl-Beton-Kasten“, sagt Hans Zurniwen nicht ohne Stolz. Und zur Fassadengestaltung: „Es steckt eine wahnsinnige Technik hinter dem Projekt, die auch noch gut aussieht und gezeigt werden darf.“ Zum Einsatz gelangten so rund 500 Quadratmeter transparente ETFE-Folie – auf Aluminium-Profile gespannt und fixfertig vormontiert. Nebst der effizienten Montage vor Ort war gleichfalls das Gewicht der Konstruktion entscheidend: „Sobald man weg von der Strasse baut, ist immer auch der Transport ein Thema. Weniger Tonnage bedeutet weniger Rotationen“, verweist Zurniwen auf den Lufttransport per Helikopter.

Die Detaillösungen habe man mit der HP Gasser AG während einer intensiven Projektentwicklung Hand in Hand ausgearbeitet. „Sie hatten stets ein offenes Ohr für uns Planer und die Bauherrschaft.“ So entstand beispielsweise die dezente Zwei-Seillösung zur Stabilisierung der ETFE-Folie aufgrund der alpinen Wind- und Sogkräfte. Dabei hält je ein Drahtseil auf der Innen- wie Aussenseite die dazwischenliegende Folie an ihrem Platz, ohne optisch ins Gewicht zu fallen. Sämtliche Stösse und Schnittstellen galt es zudem schneesicher abzudichten. Präzision und Einfallsreichtum, die sich im vergangenen, schnee- und sturmreichen Winter bereits mehr als bewährt haben, wie Hans Zurniwen unterstreicht. Jetzt gilt es einzig noch den Besucheransturm abzuwarten.

Donnerstag, 01 Februar 2018 / Veröffentlicht in Dachfenster

Der Dachausstieg verasonn® w30 bietet eine flexible, platzsparende Lösung für jede Dachterrasse.

Die hochwertigen Glasschiebefenster lassen sich elektrisch zu 2/3 öffnen und garantieren einen komfortablen Ausstieg ohne Hindernisse. Die Gläser sind in allen bekannten Ausführungen erhältlich. Zusätzlich bieten wir passende Steuerungen und Sicherheitseinrichtungen an.

Das fertige Dachausstiegs-Element mit der bewährten HPG Dämmzarge wurde auf das gewünschte Mass angefertigt und mit einem aussenliegenden Sonnenschutz versehen.

(Einfamilienhaus Tigerbergstrasse, St. Gallen)

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