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27.06.2013
16:16

Indirektes Tageslicht für Spezialisten

Die Niedermann Druck AG braucht Tageslicht, um die Qualität ihrer Produkte garantieren zu können. Mit sieben Shed-Dachfenster-Elementen schuf die HP Gasser AG ideale Beleuchtungs-Verhältnisse in der neuen Produktionshalle. 

Farbe sieht je nach Licht anders aus. Für die Druckerei Niedermann war es also beim Neubau ihrer Produktionshalle wichtig, dass genügend «gutes» Licht vorhanden war. Gutes Licht, erklärt Architekt Patrick Isepponi, «ist Nordlicht. Es darf aber kein Licht direkt in die Halle strömen.» Und natürlich sei mehr Licht besser als weniger.

 

Rauhe Mengen Licht

Nicht nur die Ausrichtung der Fensterflächen nach Norden, sondern auch die Lichtmenge war also entscheidend. «Wir überdachten eine Fläche von rund neun mal zweiundzwanzig Metern», erklärt Projektleiter Albert Suppiger, «dadurch gelangt ausreichend Licht in die Halle.» Damit kein direktes Licht in die Halle fällt, wurden die Fenster nicht liegend ins Flachdach integriert. Stattdessen fabrizierten die Lungerer Fachleute sogenannte Shed-Aufbauten. Diese hüttenähnlichen Tragekonstruktionen schirmen die Fenster vor direkter Sonneneinstrahlung weitestgehend ab.

 

Gezeichnet, bestellt, installiert

«Für einen Dachdecker wäre ein Projekt wie dieses schlicht zu gross gewesen», erklärt Architekt Isepponi. Auf der Suche nach Unterstützung verwies ihn ein befreundeter Architekt auf die HP Gasser AG. «Ich würde die Firma klar weiterempfehlen», sagt er im Rückblick. Von der Berechnung der Statik, über die Planung der nötigen Anschlüsse, bis hin zu Transport und der Installation habe alles geklappt. «Ich habe die Fenster einfach gezeichnet und bestellt», erzählt er. Der Rest lief fast wie von alleine.

 

Reibungslose Komplexität

Ganz einfach sei das Projekt natürlich nicht gewesen, gibt Albert Suppiger zu. Der Shed-Aufbau aus Holz etwa sei eine eigens angefertigte Sonderproduktion. Ausserdem wurden Motoren und Elektronik für die Öffnung der Fenster bereits in der Fabrik eingebaut und höchstmögliche Wärme-Dämmwerte hätten garantiert werden müssen. Die Ausmasse der sieben, rund eine Tonne schweren, Fensterelemente schliesslich erforderte einen Transport mit Polizei-Eskorte.

 

Bei der Montage allerdings war von Komplexität nichts zu sehen. «Der Kran hob ein Element aufs Dach, die Arbeiter schoben es kurz zurecht und schon war das nächste Bauteil an der Reihe», beschreibt Architekt Isepponi die Installation. Um sieben Uhr waren die Fensterelemente vor Ort, um elf Uhr waren sie eingebaut. Bis zum Abend war das ganze Dach wasserdicht.

 

Fenster und Brandschutz

Trotz der zackigen Art glänzt die Dachfensteranlage der Niedermann Druck AG mit modernen Regen- und Windsensoren, die durch automatische Steuerung der Fenster für genügend Frischluft und Wetterschutz sorgen. Zusätzlich zu guten Lichtverhältnissen tragen die neuen Fensterelemente auch zum Feuerschutz bei. Weil die Fenster-Elektronik mit einer Rauch- und Wärmeabzugsanlage verbunden ist, kann die Feuerwehr alle Dachfenster öffnen oder schliessen, je nach Bedarf. «Unsere Dachfenster leisten per Knopfdruck gute Dienste», ist Albert Suppiger überzeugt.

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