aktuelle-projekte

Extension "pagebrowse": please, add extension TypoScript template to the main TypoScript template.

Zur Zeit wird gefiltert nach: Juni 1
Filter zurücksetzen

28.06.2013
08:18

Textiles Markenzeichen für Berlin

Textiles Markenzeichen für Berlin

Die HP Gasser AG Membranbau hüllt den CityCube Berlin in eine 5500 Quadratmeter grosse textile Fassade. Damit gibt sie dem Ort ein neues Gesicht, an dem bis 2011 die geschichtsträchtige Deutschlandhalle stand.

Die Deutschlandhalle wurde für die Olympiade 1936 in Berlin errichtet. Sie war ein Bau der Superlative. Mit Raum für bis zu 16000 Menschen war sie die grösste Halle ihrer Zeit und Bühne für Geschichte: Sie war Rednerpult der NSDAP, ebenso wie Treffpunkt der Befreiung als sich 1989 Ost- und Westdeutschland hier zum «Konzert für Berlin» in die Arme fielen. Was 1935 im Rekordtempo von nur neun Monaten errichtet worden war, im Krieg zerbombt und danach wiederaufgebaut wurde, stürzte am Tag der Abrisssprengung im  Dezember 2011  in sich zusammen.

 

Aus Deutschlandhalle wird CityCube

Dem Neubau an diesem prominenten Ort soll wie der Deutschlandhalle «identitätsstiftende Bedeutung» zukommen, so das Ziel der Architekten von Code Unique. Das Architekturbüro aus Dresden baut bis 2014 auf dem Grund der Deutschlandhalle den CityCube Berlin.  

Ein Ziel des Entwurfs besteht darin, vorwärts zu gehen, erklärt der Geschäftsführer Volker Giezek: «Als markanter Solitär soll der Neubau den modernen Charakter der Messe Berlin nach aussen sichtbar machen.»

 

Textil ist modern

Der CityCube soll aus der Ferne wirken wie ein leichter und in sich geschlossener Körper, beschreibt Volker Giezek das Messe- und Kongresszentrum. Dabei verdichtet der Baukörper auf 12000 Quadratmetern Nutzfläche zwei kongresstaugliche Messehallen, fast dreissig Büros und kleinere Räume sowie acht weitere Konferenzräume.

Gleichzeitig soll der Bau modern und industriell erscheinen. «Um diese Gestaltungsziele zu erreichen, haben wir auf eine textile Fassade gesetzt», erklärt Volker Giezek. Durch eine textile Fassade wird der Bau von innen als transparent und von aussen als geschlossen wahrgenommen. Übers Internet seien die Architekten auf die HP Gasser AG Membranbau aus Lungern aufmerksam geworden.

Zwei Ingenieure von Code Unique besuchten also verschiedene Referenzobjekte des Lungerer Textil-Spezialisten. «Die werthaltige Verarbeitung hat uns überzeugt», erinnert sich Volker Giezek. Ausserdem war ein Befestigungssystem entscheidend, welches bei intakter Ästhetik den grossen Windlasten widerstehen konnte.

Form und Funktion passen

Angesprochen auf den Grossauftrag aus Deutschland, gerät Projektleiter Thomas Reber ins Schwärmen: «Wir konnten Code Unique genau das bieten, was gefordert war.» Nicht nur ästhetisch, sondern auch in Punkto Robustheit überzeugte das hauseigene Fassaden-System.

Er deutet auf ein Modell einer HP Gasser-Fassade. Maximal 3.5 Zentimeter Abstand entstünden zwischen den einzelnen Elementen. Bei Fassadenelementen, die die Grösse eines Basketballfeldes übersteigen, ist das wenig. Aussen in der Tragekonstruktion sind unscheinbare Schrauben angebracht: «Damit lässt sich die Fassade leicht und sehr präzise montieren und spannen». Die Gebäudehülle behält damit ihre Form und Funktion.

Die 5500 Quadratmeter grosse Fassade des CityCube Berlin wird dem Gelände der Messe Berlin ein neues Gesicht geben. Bereits 2014 soll der silberne Kongress-Kubus wie die Deutschlandhalle zuvor Raum für Veranstaltungen bieten, die die Geschichte prägen.

 

 

 

 

 

(admin)PermalinkKommentare 1Gravatar:
Views: 9419
27.06.2013
16:16

Indirektes Tageslicht für Spezialisten

Die Niedermann Druck AG braucht Tageslicht, um die Qualität ihrer Produkte garantieren zu können. Mit sieben Shed-Dachfenster-Elementen schuf die HP Gasser AG ideale Beleuchtungs-Verhältnisse in der neuen Produktionshalle. 

Farbe sieht je nach Licht anders aus. Für die Druckerei Niedermann war es also beim Neubau ihrer Produktionshalle wichtig, dass genügend «gutes» Licht vorhanden war. Gutes Licht, erklärt Architekt Patrick Isepponi, «ist Nordlicht. Es darf aber kein Licht direkt in die Halle strömen.» Und natürlich sei mehr Licht besser als weniger.

 

Rauhe Mengen Licht

Nicht nur die Ausrichtung der Fensterflächen nach Norden, sondern auch die Lichtmenge war also entscheidend. «Wir überdachten eine Fläche von rund neun mal zweiundzwanzig Metern», erklärt Projektleiter Albert Suppiger, «dadurch gelangt ausreichend Licht in die Halle.» Damit kein direktes Licht in die Halle fällt, wurden die Fenster nicht liegend ins Flachdach integriert. Stattdessen fabrizierten die Lungerer Fachleute sogenannte Shed-Aufbauten. Diese hüttenähnlichen Tragekonstruktionen schirmen die Fenster vor direkter Sonneneinstrahlung weitestgehend ab.

 

Gezeichnet, bestellt, installiert

«Für einen Dachdecker wäre ein Projekt wie dieses schlicht zu gross gewesen», erklärt Architekt Isepponi. Auf der Suche nach Unterstützung verwies ihn ein befreundeter Architekt auf die HP Gasser AG. «Ich würde die Firma klar weiterempfehlen», sagt er im Rückblick. Von der Berechnung der Statik, über die Planung der nötigen Anschlüsse, bis hin zu Transport und der Installation habe alles geklappt. «Ich habe die Fenster einfach gezeichnet und bestellt», erzählt er. Der Rest lief fast wie von alleine.

 

Reibungslose Komplexität

Ganz einfach sei das Projekt natürlich nicht gewesen, gibt Albert Suppiger zu. Der Shed-Aufbau aus Holz etwa sei eine eigens angefertigte Sonderproduktion. Ausserdem wurden Motoren und Elektronik für die Öffnung der Fenster bereits in der Fabrik eingebaut und höchstmögliche Wärme-Dämmwerte hätten garantiert werden müssen. Die Ausmasse der sieben, rund eine Tonne schweren, Fensterelemente schliesslich erforderte einen Transport mit Polizei-Eskorte.

 

Bei der Montage allerdings war von Komplexität nichts zu sehen. «Der Kran hob ein Element aufs Dach, die Arbeiter schoben es kurz zurecht und schon war das nächste Bauteil an der Reihe», beschreibt Architekt Isepponi die Installation. Um sieben Uhr waren die Fensterelemente vor Ort, um elf Uhr waren sie eingebaut. Bis zum Abend war das ganze Dach wasserdicht.

 

Fenster und Brandschutz

Trotz der zackigen Art glänzt die Dachfensteranlage der Niedermann Druck AG mit modernen Regen- und Windsensoren, die durch automatische Steuerung der Fenster für genügend Frischluft und Wetterschutz sorgen. Zusätzlich zu guten Lichtverhältnissen tragen die neuen Fensterelemente auch zum Feuerschutz bei. Weil die Fenster-Elektronik mit einer Rauch- und Wärmeabzugsanlage verbunden ist, kann die Feuerwehr alle Dachfenster öffnen oder schliessen, je nach Bedarf. «Unsere Dachfenster leisten per Knopfdruck gute Dienste», ist Albert Suppiger überzeugt.

(admin)PermalinkKommentare 0Gravatar:
Views: 9006

Kategorien

Archiv

Kopieren Sie diesen Link in Ihren RSS Reader

RSS 0.91Posts
RSS 2.0Posts

Meist gelesene Posts

Neues Segel bringt frischen Wind
15110 times viewed
21.12.2012 14:09
Elegante Membran für Klassik-Festival
9960 times viewed
04.10.2012 13:07
Die glasklare Alternative zu Lichtkuppeln
9796 times viewed
08.05.2014 11:35
Neues Hallendach
9561 times viewed
16.05.2014 10:48