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04.10.2012
13:07

Elegante Membran für Klassik-Festival

Anfang Juni 2012 hat die HP Gasser AG sowohl die Bühne als auch den Publikumsbereich des Festival Wiltz in Luxemburg neu überdacht. Seitdem schützt ein 16 Meter hohes und 1400 Quadratmeter grosses Membrangewölbe rund 1100 Festivalbesucher vor der Witterung, genügt höchsten akustischen Ansprüchen und lässt trotzdem den Blick auf das historische Schloss von Wiltz frei. 

 

Das Festival Wiltz bietet seinem Publikum alljährlich einen einzigartigen Mix aus Theater, Oper und klassischer Musik. Die diversen Veranstaltungen finden jeden Sommer seit 1953 vor der mittelalterlichen Kulisse des Schloss Wiltz statt. Dieses Jahr feiert das Festival sein 60-jähriges Bestehen. Zum Schutz der Gäste und Künstler vor der Witterung installierten die Veranstalter 1991 eine Membrankonstruktion, welche den Zuschauerraum überdachte. Nachträglich kam noch eine zweite kleinere Überdachung des Bühnenbereichs hinzu. Im Dezember 2010 sind die Membranen unter der aussergewöhnlich grossen Schneelast zusammengebrochen.

Auftrag aus Luxemburg landet in Lungern

Den Veranstaltern war klar, dass sie das Festival Wiltz ohne Membranüberdachung langfristig nicht durchführen konnte. Deshalb wurde das international renommierte Architektur-Büro Atelier One mit der Konzeption einer neuen Überdachungslösung beauftragt. Während die Agentur aus England den Grobentwurf selbst erstellte, suchte die öffentliche Hand, welcher das Gelände gehört, für die Umsetzung und für die Detailplanung einen zweiten verlässlichen Partner. Die Wahl fiel schliesslich auf die HP Gasser AG in Lungern (CH).
Ganz offensichtlich, ist das Unternehmen aus Lungern bereits bis nach England für seine Professionalität bekannt. Ausserdem gibt es nicht viele Firmen, die Projekte dieser Grössenordnung durchführen können, erklärt sich Projektleiter Thomas Reber die Auftragserteilung: «Die wirklich Grossen der Branche interessieren sich nicht für mittelgrosse Projekte und für die Kleinen sind sie bereits zu umfangreich.»

Hohe Ansprüche an textile Architektur

«Wir wollten eine Lösung, die sich harmonisch ins Konzept des Festivals mit dem Schloss als Hintergrund einpasst», beschreibt der Direktor der Verwaltung für öffentliche Bauten Luxemburg, Jean Leyder die zu erfüllenden Vorgaben. Selbstverständlich sollte das Membrangewölbe auch im Winter der Witterung trotzen können. Aber auch festivalspezifische Anforderungen galt es zu erfüllen. Die Akustik unter der Überdachung sollte stimmen, die Schlosskulisse musste von den Sitzplätzen aus sichtbar bleiben und die Bausubstanz des denkmalgeschützten Schlossgeländes durfte nicht verändert werden.

Professionelle Umsetzung

Für die Detailplanung stützten die Ingenieure der HP Gasser AG sich auf ein 3D-Modell, welches die Anforderungen der Auftraggeber und die Erfordernisse der Statik darstellte. «Die grosse Herausforderung bei diesem Projekt, war die Koordination mit den anderen Auftragnehmern vor Ort», führt Thomas Reber aus. So mussten die Anforderungen der Bauherrschaft, des Denkmalschutzes, und die verschiedenen Sanierungsarbeiten auf dem Festivalgelände unter einen Hut gebracht werden. Weil die Verankerungspunkte aufgrund des Denkmalschutzes nicht versetzt werden konnten, wurde das verwendete Material angepasst. «Um alle Anforderungen zu berücksichtigen, mussten wir schon die eine oder andere Korrektur bei der Planung anbringen», erklärt der Projektleiter.

Ästhetik stimmt

Schliesslich entstand aber in den nur sechs Monaten seit der Auftragsvergabe ein imposantes Membrangewölbe. Ein 16 Meter hoher und 50 Meter weiter Fachwerkträger spannt zwei 600 und 800 Quadratmeter grosse Membranflächen über die Köpfe der Künstler und Zuschauer. Dabei profitieren letztere wie gefordert von einer freien Sicht auf das Schloss, bester Akustik und sind vor der Witterung geschützt. «Die Rückmeldungen sind sehr positiv», freut sich auch der Direktor der Verwaltung für öffentliche Bauten, Jean Leyder. Zumal die neue Überdachung auch den ästhetischen Ansprüchen der Verantwortlichen des Festivals Wiltz entspreche.

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04.10.2012
12:59

Die Montage ging ruck zuck

DIE MONTAGE GING RUCK-ZUCK

Am 30. Juli 2012 montierte die HP Gasser AG sieben bis zu 20 Meter lange und sieben Tonnen schwere Festverglasungselemente auf dem Dach des Kirchengemeindegebäudes der katholischen und reformierten Kirchen Ittigen. Mit Hilfe zweier 150-Tonnen-Pneukränen und zehn Arbeitern benötigte die Firma aus Lungern nur etwas über sechs Stunden für die Montage. 


Das Kirchengemeindegebäude der katholischen und reformierten Kirchen in Ittigen bei Bern stammt aus der Zeit um 1980. Auch das Dach entstand in dieser Zeit und entsprach 2012 nicht mehr baulichen Standards. So bildete sich im Winter Kondenswasser und es wurde unangenehm kalt in den Kirchenräumen. Gleichzeitig war es im Sommer oft zu heiss. Deshalb entschlossen sich die Bauherren, dass Dach zu sanieren. Eine bessere Wärme- und Feuchtigkeitsdämmung war das Ziel.

 

Ausbessern oder besser auswechseln?


Die Firma Tecton wurde mit der Sanierung des Daches beauftragt. Die Oblichter aus den 80ern Jahren stellten für den Dachspezialisten vor eine Herausforderung: Die einfach verglasten Fensterkonstruktionen mussten entweder repariert oder ersetzt werden. «Die Reparatur wäre teuer gewesen», meint Markus Fuhrer, Projektverantwortlicher der HP Gasser AG. Zudem sei bei Reparaturen keine Garantie möglich, dass das Dach auch langfristig dicht halte. Zu diesem Schluss kam auch die Bauherrschaft und entschied sich dafür, die Fenster zu ersetzen. Die Oblichter wurden den Originalfenstern entsprechend in Form und Grösse nachgebaut, jedoch thermisch und Bauphysikalisch dem heutigen Stand angepasst.

 

Produktion auf Mass


Aufgrund von alten Plänen und mit Hilfe einiger Nachmessungen vor Ort produzierten die Spezialisten der HP Gasser AG die Fenster in Lungern vor. Die einfachen Originalfenster wurden durch oekoline®-Fetsverglasungselementen ersetzt, mit Dreifach-Verglasung und stark verbesserter Dämmung der Rahmenkonstruktion. Die fertigen Elemente wiegen bis zu sieben Tonnen und sind bis zu 20 Meter lang. Das Glas wurde, wie die Elemente selbst, auf Mass fabriziert. Spezielle Sonnenschutzgläser mit Metallbedampfung halten die Temperaturen in den nicht klimatisierten Räumen der Kirchgemeinden auch bei sengender Sonne im angenehmen Bereich.

 

Montage als logistische Herausforderung


Am 30. Juli um vier Uhr in der Früh fuhren drei Lastwagen beladen mit den sieben neuen Fixverglasungselementen in Lungern los. Um die bis zu viereinhalb Meter breiten Einheiten sicher nach Bern zu befördern, wurde der Tross von der Polizei begleitet. Einige Streckenabschnitte mussten für den Transport gesperrt werden. Bereits zwei Stunden später kamen die neuen Fenster in Ittigen an. Montiert wurde mit gleich zwei Pneukränen mit einer Kapazität von 150 Tonnen pro Kran. «Damit konnten wir gleich doppelt Zeit gewinnen», erklärt Projektleiter Fuhrer. So mussten die Kräne nicht mitten in der Montage umrangiert werden. Ausserdem konnten die Fensterelemente dank der zwei Kräne parallel in zwei Teams montiert werden.

 

Profis am Werk


Die Arbeit der Fensterleute war «absolut professionell», zieht Bauleiter Summermatter sein Fazit über den Einsatz der HP-Gasser. «Es ging alles ruck-zuck», kommentiert der  Summermatter die Montage. Das letzte Element fand um halb zwei, also gerade mal siebeneinhalb Stunden nach Ankunft, seinen Platz. Pünktlich zum Feierabend war das Dach des Kirchgemeindegebäudes wieder dicht.

 

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